Chapter 2
The Fire.
27.10.2026
Unsere ersten Schritte in der riesige Millionenstadt führen uns direkt in die Metro. Direkt ins Zentrum. Genauer gesagt in die Mitte vom Zentrum. Und wenn die Mitte vom Zentrum noch eine Mitte hat, dann sind wir dort gestrandet. Dort werden wir ausgespuckt in ein Gefühl, was man eigentlich so nur von Las Vegas oder New York kennt. Riesige Bildschirme, tausende von hellen Lichtern und Reklame, abertausende kleine Stores und überdimensionale, riesige Malls. Klar, dass man dort sich irgendwie erst einmal verloren fühlt. So verloren, dass wir über eine halbe Stunde den Ausgang gesucht haben. Endlich gefunden, endlich auch in unseren Apartment angelangt. Durchatmen! Wie kann es anders sein in einer so riesigen Millionenstadt, sind unsere Zimmer super klein. Aber auch super effizient ausgebaut, durchdacht und unsere Wohnung zieht sich über 3. Etagen. Sogar einen kleinen Balkon haben wir, der einen Zugang über eine kleine verglaste Brücke hat. Was am Anfang noch ein wenig Mut erforderte über die Brücke zu gehen, wurde natürlich schnell ausgereizt und am Ende mit einer klassischen deutschen TÜV Breaking Prüfung abgeschlossen. Das erste kleine heimische Gefühl macht sich breit. Aber auch die erste Übermüdungserscheinungen. Egal. Erstmal jetzt unsere Gegend ein wenig erkunden. Also alle wieder raus auf die Straße. Eine Überflutung an Lichtern, Gerüchen und Menschen sorgen relativ schnell wieder dafür, dass der Geist und Körper wieder wach, aktiv und halbwegs fit sind. Hunger macht sich breit, die Ermüdung gibt einen langsam den Rest und die Suche nach einen guten Essen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn wir verlieren uns in endlosen Einkaufszentren, Food Stores, Geschäften und Gerüchen. Aber wir geben nicht auf. Nach unendlichen kleinen Diskussionen, viel Lachen, guten Stories im Gepäck, finden wir ein kleines Restaurant, schieben Tische zusammen und bestellen Essen. Oder eben auch nicht. Denn keiner kann Englisch und Karten gibt es nur auf Chinesisch. Nach einer gefühlten Ewigkeit, unendlichen Gesten mit der Hand und einigen neuen lokalen Kontakten später, haben wir jede Menge Reis, Nudeln, Fisch und Fleisch auf unseren Tischen. Und dann beginnt das Spektakel. Einiges von dem Essen war so scharf, dass wortwörtlich unsere Körper anfangen zu schwitzen. Wetten entstehen, die Chilli Schoten werden aussortiert und die ersten kleinen Mutproben entstehen. Menschliche Kreisläufe und Mägen werden definitiv an ihre Grenzen gebracht und der Fisch hat den ersten von uns komplett ausgeknockt. Herrlich so ein Road Trip mit der Crew! Jetzt aber zurück in unsere Wohnung. Nach über 48 Stunden sehnt und zerrt sich der Körper dann doch ein wenig nach Schlaf und Erholung. Es dauert keine Viertelstunde bis endlich dann alle schlafen. Aber nicht so lange wie wir wollten. Wir werden geweckt von Hitze und hellen gelblichen Licht. Es dauert ein paar Sekunden bis wir registrieren, dass unser Nachbargebäude in Flammen steht. Notsituation. Schnell wecken wir alle, packen das Allernötigste und raus aus unserem Haus. Natürlich nicht, dass der ein oder andere auf den steilen Treppen nach unten saust und die Bekanntschaft mit der darauffolgenden harten Wand gemacht hat. Überall Feuerwehr, Security und Polizei. Während der Brand langsam gelöscht wird, es noch mitten in der Nacht ist, versuchen wir den Schock langsam zu verarbeiten. In die Wohnung können wir erst einmal nicht. Alles abgesperrt. Also ab auf die Suche nach einen ersten Kaffee und Tee des Tages….schön, dass es uns allen gut geht!!!