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Tempelanlage in China

Okt/Nov 2026: the saxonz X china

TRAVEL BLOG

Video von Tänzern und Tänzerinnen mit verschiedenen Stilen bei ihrem Auftritt beim Tanztheaterformat Floor on Fire in Dresden.
Chapter 3 | Initial Explorations

Nach dem Feuer ist vor der nächsten Erkundung….oder so ähnlich. Nachdem wir den ersten Schock und auch den ersten Kaffee sowie Mahlzeit, dann doch relativ schnell und gut verdaut hatten, ging es dann zurück ins Apartment. Fenster auf, frische Luft rein, da noch alles ziemlich verbrannt und verraucht roch. Nachdem die frische Luft auch die ein oder anderen Gehirnzellen belüftet hat, starteten wir dann unsere erste Erkundungstour des Tages in das Regierungsviertel bzw. direkt in die Skyline von Hangzhou. Wir hatten tatsächlich einen offiziellen Termin beim Auswärtigen Amt in China, denn Dresden ist die Partnerstadt von Hangzhou! Good to know. Eine exklusive Führung in einen der wohl spektakulärsten Hochhäuser in dieser immer für uns größer werdenden Stadt. Nach dem offiziellen Empfang, bekamen wir sogar noch kleine Gifts. Nämlich einen wirklich guten Reiseführer über die Millionenmetropole, wo wir dann doch das ein oder andere Schmankerl für uns entdeckten. Nach einem kurzen Mittagessen in einer der wohl nie endenden Malls dieser Stadt, ging es dann also auf die nächste Entdeckungsreise. Taxi geschnappt und nach circa einer knappen Stunde befanden wir uns das erste Mal weiter draußen, außerhalb der Stadt. Im Übrigen ist es ziemlich abgefahren, was eine riesige Stadt für eine Lärmreduzierung hat, wenn nur noch E- Autos durch die Kante rollen. Am Ziel angekommen, war die Belohnung eine wirklich schöne Natur, umgebend von traditionellen Gebäuden aus China. Und einen spektakulären Turm, auf den wir natürlich unbedingt die Aussicht über die Gegend genießen wollten. Also ab nach oben! Natürlich über die Treppen. Und natürlich mit jeder Treppe die ein oder andere kleine Herausforderung, wie alles nur mit einen Fuss nach oben zu springen. Der anschließenden Muskelkater und die Krämpfe in den Wanden, wurden aber defintiv belohnt mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt und die angrenzenden Berge. Eine absolute Wohltat, nach all den Lichtern, riesigen Screens, Advertisment des Todes und Menschen, die über Headsets mit Megaphones ihre Stimme verstärken, um uns in ihre Stores zu ziehen.

Tänzer der Breaking-Crew The Saxonz bei einem Flare.

An so einen Spot und dem Umstand, dass wir noch gar nicht trainiert hatten, musste jetzt natürlich endlich mal der Körper aktiviert werden. Also ab in die Tanzklamotten, warm tanzen und selbstredend ein paar Tanzaufnahmen drehen. Was sich ein wenig schwieriger gestaltete als angenommen. Denn überall waren Menschen. Die durch den Shot liefen, stehen blieben und natürlich selbst filmen wollten. Nach unzähligen Versuchen (und ich meine unzählige), die Aktvierung der vorhandenen Belastbarkeit von einigen von uns (schon ein wenig köstlich mit anzusehen und ich nenne natürlich hier keine Namen) und vielen gemeinsamen Lachern später, war der Shot dann nun auch endlich im Kasten. Den Heimweg traten wir dann per Fuss an, da wir einen Wanderweg direkt an dem riesigen See der an die Stadt grenzt entdeckt hatten. Also auf in die nächste Entdeckungsreise des Tages. Durch eine wirklich beindruckende Naturlandschaft, direkt am See, schlängelte sich dann der Weg bis zu unserem Spot zurück in die Stadt. Warum auch immer, aber irgendwie kamen da Gardasee Vibes aus Italien auf. Mit einen Zwischenstopp, der ein kühles aber sehr teures Getränk beinhaltete, kamen wir dann nach circa zwei Stunden Wanderung, wieder an unseren Spot an. Die Deutschen und das automatisch integrierte Wandergen, beschaffen einen doch immer wieder tolle Entdeckungen. Jetzt noch schnell etwas Essen und dann ab ins Bettchen, mit einer hoffentlich ruhigen und erholsamen Nacht diesmal. Denn morgen geht es auf in unser erstes Training mit der lokalen Breaking Szene. Schauen wir doch einmal, was wir morgen alles so entdecken werden…

Choreographie einer Breaking-Crew beim Battle of the Year Next Generation in Dresden.
Chapter 2 | The Fire

Unsere ersten Schritte in der riesige Millionenstadt führen uns direkt in die Metro. Direkt ins Zentrum. Genauer gesagt in die Mitte vom Zentrum. Und wenn die Mitte vom Zentrum noch eine Mitte hat, dann sind wir dort gestrandet. Dort werden wir ausgespuckt in ein Gefühl, was man eigentlich so nur von Las Vegas oder New York kennt. Riesige Bildschirme, tausende von hellen Lichtern und Reklame, abertausende kleine Stores und überdimensionale, riesige Malls. Klar, dass man dort sich irgendwie erst einmal verloren fühlt. So verloren, dass wir über eine halbe Stunde den Ausgang gesucht haben. Endlich gefunden, endlich auch in unseren Apartment angelangt. Durchatmen! Wie kann es anders sein in einer so riesigen Millionenstadt, sind unsere Zimmer super klein. Aber auch super effizient ausgebaut, durchdacht und unsere Wohnung zieht sich über 3. Etagen. Sogar einen kleinen Balkon haben wir, der einen Zugang über eine kleine verglaste Brücke hat. Was am Anfang noch ein wenig Mut erforderte über die Brücke zu gehen, wurde natürlich schnell ausgereizt und am Ende mit einer klassischen deutschen TÜV Breaking Prüfung abgeschlossen. Das erste kleine heimische Gefühl macht sich breit. Aber auch die erste Übermüdungserscheinungen. Egal. Erstmal jetzt unsere Gegend ein wenig erkunden. Also alle wieder raus auf die Straße. Eine Überflutung an Lichtern, Gerüchen und Menschen sorgen relativ schnell wieder dafür, dass der Geist und Körper wieder wach, aktiv und halbwegs fit sind. Hunger macht sich breit, die Ermüdung gibt einen langsam den Rest und die Suche nach einen guten Essen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn wir verlieren uns in endlosen Einkaufszentren, Food Stores, Geschäften und Gerüchen. Aber wir geben nicht auf. Nach unendlichen kleinen Diskussionen, viel Lachen, guten Stories im Gepäck, finden wir ein kleines Restaurant, schieben Tische zusammen und bestellen Essen. Oder eben auch nicht. Denn keiner kann Englisch und Karten gibt es nur auf Chinesisch. Nach einer gefühlten Ewigkeit, unendlichen Gesten mit der Hand und einigen neuen lokalen Kontakten später, haben wir jede Menge Reis, Nudeln, Fisch und Fleisch auf unseren Tischen. Und dann beginnt das Spektakel. Einiges von dem Essen war so scharf, dass wortwörtlich unsere Körper anfangen zu schwitzen. Wetten entstehen, die Chilli Schoten werden aussortiert und die ersten kleinen Mutproben entstehen. Menschliche Kreisläufe und Mägen werden definitiv an ihre Grenzen gebracht und der Fisch hat den ersten von uns komplett ausgeknockt. Herrlich so ein Road Trip mit der Crew! Jetzt aber zurück in unsere Wohnung. Nach über 48 Stunden sehnt und zerrt sich der Körper dann doch ein wenig nach Schlaf und Erholung. Es dauert keine Viertelstunde bis endlich dann alle schlafen. Aber nicht so lange wie wir wollten. Wir werden geweckt von Hitze und hellen gelblichen Licht. Es dauert ein paar Sekunden bis wir registrieren, dass unser Nachbargebäude in Flammen steht. Notsituation. Schnell wecken wir alle, packen das Allernötigste und raus aus unserem Haus. Natürlich nicht, dass der ein oder andere auf den steilen Treppen nach unten saust und die Bekanntschaft mit der darauffolgenden harten Wand gemacht hat. Überall Feuerwehr, Security und Polizei. Während der Brand langsam gelöscht wird, es noch mitten in der Nacht ist, versuchen wir den Schock langsam zu verarbeiten. In die Wohnung können wir erst einmal nicht. Alles abgesperrt. Also ab auf die Suche nach einen ersten Kaffee und Tee des Tages….schön, dass es uns allen gut geht!!!

Chapter 1 | Finding Out
Chapter 1 | Finding Out

Wir sind in China angekommen. Genauer gesagt in Peking. Momentan. Kurzer Aufenthalt von entspannten 7 Stunden auf dem Pekinger Flughafen. Nach zwei intensiven und vollen Tagen im Festspiel Hellerau mit unseren Projekt Floor on Fire (natürlich Sold Out), ging es nach einer super kurzen Nacht, direkt in Dresden in den Zug auf zum Berliner Flughafen. Nachdem wir den Zug komplett vollgerammelt hatten mit unseren Gepäck und dort es so gut wie unmöglich war noch durch unser Abteil zu laufen, widmeten wir uns alle der Aktivierung von ESIM Karten. Damit wir in China direkt vollen Zugang zum Internet haben. Zu mindestens mehr oder weniger. Rossi ist unser Supervisor, da er als Einziger von uns nun schon mehrmals in China gewesen ist. In Berlin angekommen, das Gepäck aufgegeben, Check in absolviert, Boarding completed, freuten wir uns nun endlich auf einen herrlichen entspannten 9 Stunden Flug nach Peking. Nach der ersten Stunde oben in der Luft, ging es dann aber auch direkt für die restliche Dauer des Fluges in den Nachtmodus. Lichter aus, Bildschirm Screen an, nur um festzustellen, dass alle Filme und Serien mit maximal chinesischen Untertiteln zur Verfügung standen. Zwei Mahlzeiten später, drei Bücher mehr im Kopf und einen angereicherten Wissen mit mehreren Episoden über unser Sonnensystem, landeten wir pünktlich am Pekinger Flughafen. Um uns hier die Wartezeit ein wenig zu versüßen, fanden wir es eine gute Idee unser Gepäck abzuholen (was niemals ankam, sondern direkt weitergeleitet wurde), den Flughafen kurz zu verlassen, nur um später erneut wieder einzuchecken. Mit dem erneuten Check In, gingen dann auch circa 15 Powerbanks in die Hände der chinesische Security über. Ein doch recht amüsantes Gefühl in so viele Gesichter zu sehen, die denken, dass sie ihre Handys in China nicht mehr laden können und damit ins „Off“ gehen. Erste kulinarische Gerichte wurden ausprobiert, die mehr oder weniger früh 07:00 Uhr Ortszeit in Peking, aus gebratenen Nudeln und Reis bestanden. Also ganz nah dran am deutschen Frühstück. Nach erneuten Boarding und einen durchaus turbulenten und holprigen zweiten Flug (man muss ja auch mal langsam endgültig wach werden), sind wir dann nun auch endlich an unseren ersten Zielort in China angekommen. HANGZHOU!